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Archiv für die Kategorie: 'Aus Flemmings Leben'

Weißer Löffel? Roter Löffel!

11. Mai 2010 von Christina über Flemming und Leander

Manchmal entscheiden Schattierungen über das Wohl und Weh des Familienzusammenlebens, wie z.B. die Farbe eines simplen Koch-Löffels. Sie zeigen aber auch, dass der jüngste Mitbewohner der Berliner Familien-WG seinen eigenen Willen entwickelt. Das ist notwendig für den Kleinen in der Entwicklung zur eigenständigen Persönlichkeit, hinderlich allerdings für das Spielverhalten des Großen, der ausgerechnet mit einem roten Löffel den Nudel-Rosinen-Geburtstagskuchen für den liebsten Esel zu backen gedachte. Der roten Löffel war für das Kindelein Nr.2 allemal spannender als der verzweifelt angebotene Alternativlöffel in cremeweiß.

Seit einigen Tagen beobachten wir schon, dass Flemmi immer mehr seinen Willen durchzusetzen versucht. Das ist natürlich gut und altersgemäß, drängt uns als Eltern aber zunehmend in die Rolle des Streitschlichters und Mediators. Nichts ist für Flemmi so interessant wie die Spielsachen des Großen, der den Tränen nahe sein Hab und Gut zu verteidigen sucht. Dabei nicht ungerecht zu werden und dem Großen alles aus der Hand zu nehmen mit dem Hinweis, der Bruder sei ja noch so klein, ist die wahre Herausforderung an früh-pädagogische Prägungen beim Zweit-Geborenen. Wir sind beim Zweiten ohnehin in vielen Dingen so viel nachsichtiger, dass wir Leander zuliebe dicke Krokodilstränen des Kleinsten aushalten müssen!

Ersatzteile

5. Mai 2010 von Christina über Flemming und Leander

„Mama“, fragt mich das große Kindelein, „hat der Flemmi auch Augen?“ „Na, schau mal in sein Gesicht. Was ist denn das große, runde, blaue?“ „Augen“, antwortet mir das große Kindelein überrascht, solch Frage gestellt zu bekommen.
Pause. Grübeln.

„Maaaama?“ „Ja, mein Kind?“ „Und wenn der Flemmi keine Augen hat?“ „Dann könnte der Flemmi gar nichts sehen. Das nennt man dann blind,“ erläre ich dem Großen, der sich offenbar zunehmend Sorgen über Flemmis Augenlich zu machen scheint. „Blind? Ist Flemmi blihiind, wenn er keine Augen hat.“ „Ja!“
Nachdenken. Dann erhellt sich das Gesicht des Großen. Ich kenne diesen Ausdruck: Eine Idee wird geboren:

„Mama, wenn der Flemmi keine Augen hat, dann braucht er einen Knopf.“ Einen bitte waaas?“ „Einen Knopf!“ „Einen Knopf?“ „Ja, einen Knopf!“
Hä?

„Für Flemmis Augen. Flemmi hat doch Knopfaugen.“

Unter´m Messer

19. März 2010 von Jan über Flemming und Leander

Nun mußte es sein. Damals noch recht emotionslos angemerkt, war in Anbetracht des nahenden Termins, dann doch etwas familiäre Nervosität anzumerken: Flemmi muß operiert werden. Hodenhochstand ist zwar bei kleinen Kindern nicht ungewöhnlich und ein Routineeingriff, aber – hey! – der kleine Mann ist erst 11 Monate alt…
Inzwischen ist so weit alles überstanden. Flemmi geht gut – er und seine Mutter verbringen heute noch eine Nacht im Krankenhaus zur Beobachtung.

Derjenige, der dann heute doch noch am stärksten gelitten hat ist Leander. In der Regel liegt Leander abends schon im Bett und eine halbe Stunde später wird der im Elternbett eingeschlafene Flemming zu ihm ins Zimmer getragen. Die Standard-Frage von Leander ist daher immer: „Wann kommt Flemmi?“.
Erst als Leanders Vater auf diese Frage heute mit: „gar nicht“ antworten mußte, wurde Leander die ganze Tragweite der Aktion klar. Ein großer unglücklicher Heulanfall war die Folge. Und erst da wurde bewußt, dass Leander noch nie über Nacht von seinem Bruder getrennt war. Ob Bruderliebe oder einfach nur Ritual: Flemmi gehört einfach dazu.

Morgen ist alles wieder im Lot. Da werden Flemmi und Mama wieder vom Krankenhaus abgeholt. Und da freut sich nicht nur Leander.

Hochsitz

23. Februar 2010 von Jan über Flemming (10 Monate und 6 Tage).

Es war utopisch zu denken, Leander würde seinen Tripp Trapp so rechtzeitig gegen einen normalen Stuhl tauschen, dass er dann für Flemming nutzbar wäre. Nein, Leanders Hochstuhl bleibt Leanders Hochstuhl – vermutlich noch eine ganze Weile. Dafür hat Flemmi jetzt einen neuen eigenen Hochstuhl in Heupferdchen-Grün und fühlt sich wie ein kleiner König.

Bis dato war er nur „Gast“ auf den Knien von Mama oder Papa – jetzt ist er gleichberechtigter Tischnachbar und freut sich jedesmal einen Keks. Lustig – irgendwie fühlt sich mit dieser Anschaffung „Familie“ noch ein bischen kompletter an…

Genesungserfolg

15. Februar 2010 von Christina über Flemming (9 Monate und 29 Tage).

Von gestern 40,1 auf 36,7 Grad Fieber in 24 Stunden – eine erfreuliche Entwicklung.

Nach dem gestrigen Aufenthalt in der Kindernotfallambulanz war diese mehr als wünschenswert gewesen. Denn neben seiner Bronchitis hat sich das Kindelein Nr.2 nun auch noch eine Mittelohrentzündung eingehandelt.

Kulinarische Erweckung

12. Februar 2010 von Christina über Flemming (9 Monate und 26 Tage).

Vergiss Brei!

Während wir uns damals bei Leander noch brav an die Beikostrichtlinien einschlägiger Literatur hielten, gehen wir bei Flemmi das Thema deutlich laxer an. Und das ist gut so. Denn bereits seit einiger Zeit standen die Signale bei Flemmi auf Familiennahrung. Wer will denn auch babygerechte Breie löffeln, wenn das Essen des großen Bruder derart lecker zu sein scheint.

Pech nur, dass Flemmi mit seinen beiden Zähnchen nur hacken statt kauen kann. Das erschwert die Nahrungsaufnahme noch erheblich und macht die Auswahl der Speisen wiederum überschaubar. Aber das Kind arbeitet daran.

Und sein Hochstuhl eröffnet ihm völlig neue Perpektiven am Familientisch.
Endlich dabei!

Der Flemmi-Round-up

9. Februar 2010 von Christina über Flemming (9 Monate und 23 Tage).

– Flemmi wird mobil. Mit dem Krabbeln will´s noch nicht so recht klappen, dafür aber zieht er sich schon prima an Gegenständen hoch und steht auf seinen wackeligen Speck-Beinchen, um endlich die Welt auf Augenhöhe erkunden zu können. Das Sofa liefert dabei eine Menge Anregungen.

– Die wichtigsten Hilfsmittel, um die Welt zu verstehen, sind seine beiden kleinen Zeigefinger, die allem entgegengestreckt werden und mit denen die kleinsten Krümel, die winzigsten Löcher und die Fähnchen an den Plüschtieren erforscht und untersucht werden.

– Die Phase, in der sich Flemmi alles in den Mund stecken musste, dauerte nur wenige Tage.

– Nach zwei Zähnen ist seit Wochen erst einmal Schluss auf dem Weg zum Vollgebiss.

– Da werden Erinnerungen wach: Die interessantesten Gegenstände und Spielsachen sind die Waschmaschine, die Duschwanne, die Küchenschublade, alle Schüsseln und Töpfe, die Frischhalteclips von Ikea. Auch Leanders Brio-Bahn und Leanders Autos sowie Bücher sind toll. Und nicht zuletzt: Leander. Nichts wird mehr angehimmelt als der große Bruder.

– Die erste Bronchitis ist ohne nennenswertem Fieber überstanden. Allerdings hat er Leander angesteckt.

– Die konventionelle Therapie, Spray und Spritzen, hat nichts gebracht. Der Hoden sitzt weiterhin zu weit oben und muss nun operativ behandelt werden. Am 19. März muss Flemmi unters Messer.

– Zurzeit schläft Flemmi noch zwei Mal am Tag. Das erste Schläfchen hält er gegen halb 11 für gute 1,5 Stunden, am Nachmittag gegen halb 4 noch mal ca. 45 Minuten.

– Flemmi wird noch zur Nacht und einmal in der Nacht gestillt. Die Morgenmilchmahlzeit hat er durch Toastbrot mit Butter ersetzt. Mit dem Nutellabelag hingegen werden wir noch warten, obwohl er auch das bei Oma Heidi schon einmal naschen durfte.

– Oben wie unten trägt der Herr Größe 74 und die Wanne des Kinderwagens wird in absehbarer Zeit zu klein sein.

Ähbümbüüüü heißt übrigens entweder „ich habe Hunger“, „mir geht es nicht gut“ oder „ich bin traurig“ – die Verständigung klappt also schon ganz gut.

Das Herz bricht…

4. Januar 2010 von Jan über Flemming (8 Monate und 18 Tage).

…wenn ein kleiner hilfloser Mann das erste Mal richtig krank ist.
So wie Flemming jetzt.

Bisher gab es immer nur leicht feuchte Nasen, aber diesmal hat es ihn richtig erwischt. Nase zu, Augen gerötet und überhaupt fühlt sich Flemming sichtlich unwohl. Schlafen geht auch schlecht, denn da die Nase zu ist, muss man durch den Mund atmen. Dann aber fällt der Schnulli raus und das ist auch nicht das Wahre.

So sind die Nächte also noch erbärmlicher als die Tage und Flemmings Eltern können auch nicht viel mehr tun, als mit ihm leiden (und früh ins Bett gehen, denn die Nächte sind – wenn für Flemmi, dann auch für seine Eltern – kurz…)

Schneeflöckchen

16. Dezember 2009 von Christina über

Winter 2009. Flemmi hat heute das erste Mal Schnee gesehen.
Aber nur ein bisschen.

„Flemmi ist nicht Tegel!“

18. November 2009 von Jan über Flemming und Leander

Familie ist ein eigenwilliges Soziotop mit ganz speziellen Konventionen und auch ganz spezifischen sprachlichen Kodizes. Leanders Eltern haben nicht umsonst viele Semester Soziologie studiert – immerhin ist es dazu gut einen solchen Satz herauszuhauen.

Letztendlich heißt das nur, das jemand Fremdes häufig keine Ahnung hätte, um was es bei den täglichen Familiengesprächen eigentlich so geht. Zu verdreht sind manche Wortbedeutung und einige Satzkonstruktionen tragen so viel Entwicklungsgeschichte mit sich herum, dass sie sich weit von ihrer Ursprungsbedeutung entfernt haben. Und der Satz der Überschrift heißt daher für alle, die ihn nicht verstanden haben:

„Vorsicht Leander, sei nicht so grob zu deinem kleinen Bruder Flemming. Er ist noch ein Baby und daher geht es nicht, dass du mit ihm und deinen Autos und Flugzeugen so ruppig spielst. Bitte stell dein Spielzeug neben deinen Bruder. Danke.“

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