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Archiv für die Kategorie: 'Leander'

schmutziger Meter

24. Juli 2010 von Jan über Leander (3 Jahre und 11 Monate und 1 Tag).

Wie kann es eigentlich sein, dass nach einem Spielplatzbesuch so viel Dreck auf knapp einen Meter Körperlänge passt?

WM-Rückblick

13. Juli 2010 von Christina über Flemming und Leander

Die zurückliegende WM war wohl das erste sportliche Großereignis, dass der Erstgeborene bewusst miterlebt hat. War ja auch nicht schwer, denn immerhin ließen sich Leanders Eltern vom Fußballfieber anstecken und schleppten die Kinder beim Spiel der deutschen Mannschaft zum Public-Viewing mit in den Biergarten mit angeschlossenem Spielplatz. Wahlweise luden sich Leanders Eltern auch Nachbarn ein oder setzten sich am Abend auf den heimischen Balkon, um die Spiele zu verfolgen.

Leanders kennt daher schon wenigstens einen Spieler. Weil der einen für ihn doch sehr eindrücklichen Namen hat: Kaká. Und so fragte Leander allabendlich, ob beim gegenwärtigen Fußballspiel auch Kaká mitspiele. Irgendwann mussten wir Leander erklären, dass Kaká nun gar nicht mehr mitspielen dürfte, weil seine Mannschaft aus dem Turnier geflogen sei. Das hat er irgendwie nicht verstanden und fand es doch sehr unfair, dass man „seinen“ Spieler nicht mehr mitspielen ließ.

Flemmi hielt es eher mit der deutschen Mannschaft und lernte im Verlauf der vergangenen vier Wochen, immer dann zu klatschen, wenn alles um ihn herum wie von der wilden Hummel gestochen „SCHLAAAAAND“ brüllte. Klatsch klatsch klatsch.

Gestern abend, erster Abend seit WM-Ende. Leanders Eltern sitzen wieder einmal auf dem Balkon. Es gibt Bier und Knabbereien. Allerdings keinen Fußball sondern Konserve. Leander liegt bereits im Bett, die Eltern wohlwissen Fußball schauend. Rufe aus seinem Bett:

Leander: Schaut ihr Fußball?
Leanders Eltern: Nein.
Leander: Warum nicht?
Papa: Weil Fußball vorbei ist.
Leander: Fußball ist vorbei? Warum?
Papa: Weil die jetzt alle ganz lange gespielt haben und die Spieler nun Urlaub haben.
Leander: Urlaub? Die haben jetzt Urlaub?
Papa: Ja.
Leander: Sind die jetzt am Strand?
Papa: Ja, kann sein.
Leander: Sind die dann jetzt alle nackisch?

Philosophischtheologisch

2. Juli 2010 von Christina über Leander (3 Jahre und 10 Monate und 9 Tage).

Mit Vorliebe betrachtet das große Kindelein das Fotoalbum, in welchem Bilder seiner Eltern chronologisch geordnet sind. Darin auch die historisch wertvolle Aufnahme von zwei noch ziemlich jungen Menschen (Mama und Papa, damals beide so knapp über 20), die in den gemeinsamen Urlaub aufbrechen werden.

Fragt mich das Kindelein neulich beim wiederholten Betrachten der Aufnahme ganz direkt: „Und wo bin ich da?“

Ich komme ins Trudeln, überlege, wie ich dem Nachwuchs erklären soll, dass eine Liebebeziehung auf diesem Foto nicht einmal in Ansätzen geplant war.

Entscheide mich für eine vermeintlich bequeme Variante und antworte: „Nicht da.“

Das Kind wirkt unbefriedigt und hakt nach: „Und wo bin ich da?“

Das Kind will es genau wissen. Wie antworten? Philosophisch? Theologisch? Metaphysisch?

Erscheint mir alles nicht altersgerecht. Ich versuche es mit: „Du bist die Ãœberraschung. Du bist da, aber Mama und Papa wissen es noch nicht. Sonst wäre es ja keine Ãœberraschung mehr. Das ist wie ein Geschenk.“

„Ich bin das Geschenk?“, fragt das Kind.

„Ja, das bist Du wirklich, ein Geschenk.“

Das war … italienisch

20. Juni 2010 von Christina über Leander (3 Jahre und 9 Monate und 28 Tage).

Dass Leander italienische Wurzeln hat, ist – blond und blauäugig wie er ist – optisch weder auf den ersten noch auf jeden weiteren Blick zu erkennen. Und daran lässt sich im Wesentlichen auch nicht mehr viel ändern.
Wohl aber an der Aussprache.

Leander zum Papa (beim Zähne putzen): Wir haben Bankini gemacht?
Papa: Was?
Leander: Bankini. Wir haben Bankini gemacht.
Papa: Was hat ihr gemacht? Bikini? Ihr habt Bikinis gemacht?
Leander: Naihaiiiin. Bankini. Wir haben für den Bankini geübt.
Papa (schon ziemlich ratlos): Ich versteh kein Ton. Leander, was ist denn Bankini?
Leander (jetzt auch ziemlich ratlos): Aber Papa, das musst Du doch wissen.
Leander und Papa: …. !!??

Mama (aus dem Nebenraum): Die haben in der KiTa für den Bambini-Lauf trainiert.

genommen!

17. Juni 2010 von Christina über Leander (3 Jahre und 9 Monate und 25 Tage).

Ich weiß nicht, wer was wann Leander worein getan hat, aber derzeit ist das große Kindelein so oberzuckersüß, dass ich ihn vom Fleck weg adoptieren würde, wäre er nicht schon mein Kind.

Die Ordnungshüter

7. Juni 2010 von Christina über Leander (3 Jahre und 9 Monate und 15 Tage).

Bereits vor einigen Monaten bekam Leander ein Buch über die Polizei von der Hofheim-Oma geschenkt. Polizei, Feuerwehr, Müllmänner und Notärzte prägen die kindliche Vorstellung von Superhelden.

Das Buch jedoch war einige Zeit in Vergessenheit geraten und wird erst seit kurzem erneut mit regem Interesse gelesen. Vor allem das Kapitel über den Handydieb, zu dessen Ergreifen polizeiliche Finesse gefragt ist, will Leander immer und immer wieder lesen. Diebstahl ist in seinem Moral- und Wertesystem so in etwa das Schlimmste und Verbotenste, was auf dieser Welt möglich ist. Doch ach wie gut, dass es die Polizei gibt, denn die Herren in Grün oder Blau finden schließlich dank modernster Ermittlungstechniken jeden Räuber und bringen ihn hinter Gittern! Auch jenen, der unseren Buggy aus dem Hausflur geklaut hat.

Vor ein paar Tagen steigen an unserer Bushaltestelle zwei Unifomierte aus unserem Bus. Schon als die Türen wieder schließen wollen, registriert Leander, wen er leibhaftig vor sich stehen hatte. Die beiden Polizisten winken Leander freundlich zu, doch wir fahren bereits ab. Leanders erste, ungebtrübte Begeisterung über das Zusammentreffen mit seinen persönlichen Heroen verebbt schnell. Seine Freude kippt. In Verzweiflung und vor allem in Ärger über seine eigenen Unzulänglichkeit. Immerhin hatte er es sich fest vorgenommen, sachdienliche Hinweise zur Überführung unseres Buggydiebes zu geben. Eine Gelegenheit, die er nun einfach so hatte verstreichen lassen.

Das Argument, dass der Buggy schon bereits vor über zwei Jahren aus unserem Hausflur entwendet wurde, ließ das verzweifelte Kindelein vorerst nicht gelten. Erst der Gedanke, er könne die Polizei ja auch anrufen, hat ihn wieder mit sich und der ausführenden Gewalt im Staat versöhnen können.

Gleich und doch verschieden

5. Juni 2010 von Christina über Flemming und Leander

Immer wieder und immer häufiger wird uns gesagt, wie ähnlich sich unsere beiden Jungs äußerlich sehen würden. Flemmi sei quasi Leander in Kleinformat. Heißt es.

Doch so sehr sie sich momentan optisch ähneln mögen, so unterschiedlich sind sie jedoch schon jetzt in ihrem Wesen.

Aber jeder ist auf seine Weise ganz wunderbar und mit der elterlichen Brille betrachtet die besten Kinder, die man sich wünschen kann.

Wir lieben Euch!

Weißer Löffel? Roter Löffel!

11. Mai 2010 von Christina über Flemming und Leander

Manchmal entscheiden Schattierungen über das Wohl und Weh des Familienzusammenlebens, wie z.B. die Farbe eines simplen Koch-Löffels. Sie zeigen aber auch, dass der jüngste Mitbewohner der Berliner Familien-WG seinen eigenen Willen entwickelt. Das ist notwendig für den Kleinen in der Entwicklung zur eigenständigen Persönlichkeit, hinderlich allerdings für das Spielverhalten des Großen, der ausgerechnet mit einem roten Löffel den Nudel-Rosinen-Geburtstagskuchen für den liebsten Esel zu backen gedachte. Der roten Löffel war für das Kindelein Nr.2 allemal spannender als der verzweifelt angebotene Alternativlöffel in cremeweiß.

Seit einigen Tagen beobachten wir schon, dass Flemmi immer mehr seinen Willen durchzusetzen versucht. Das ist natürlich gut und altersgemäß, drängt uns als Eltern aber zunehmend in die Rolle des Streitschlichters und Mediators. Nichts ist für Flemmi so interessant wie die Spielsachen des Großen, der den Tränen nahe sein Hab und Gut zu verteidigen sucht. Dabei nicht ungerecht zu werden und dem Großen alles aus der Hand zu nehmen mit dem Hinweis, der Bruder sei ja noch so klein, ist die wahre Herausforderung an früh-pädagogische Prägungen beim Zweit-Geborenen. Wir sind beim Zweiten ohnehin in vielen Dingen so viel nachsichtiger, dass wir Leander zuliebe dicke Krokodilstränen des Kleinsten aushalten müssen!

Ersatzteile

5. Mai 2010 von Christina über Flemming und Leander

„Mama“, fragt mich das große Kindelein, „hat der Flemmi auch Augen?“ „Na, schau mal in sein Gesicht. Was ist denn das große, runde, blaue?“ „Augen“, antwortet mir das große Kindelein überrascht, solch Frage gestellt zu bekommen.
Pause. Grübeln.

„Maaaama?“ „Ja, mein Kind?“ „Und wenn der Flemmi keine Augen hat?“ „Dann könnte der Flemmi gar nichts sehen. Das nennt man dann blind,“ erläre ich dem Großen, der sich offenbar zunehmend Sorgen über Flemmis Augenlich zu machen scheint. „Blind? Ist Flemmi blihiind, wenn er keine Augen hat.“ „Ja!“
Nachdenken. Dann erhellt sich das Gesicht des Großen. Ich kenne diesen Ausdruck: Eine Idee wird geboren:

„Mama, wenn der Flemmi keine Augen hat, dann braucht er einen Knopf.“ Einen bitte waaas?“ „Einen Knopf!“ „Einen Knopf?“ „Ja, einen Knopf!“
Hä?

„Für Flemmis Augen. Flemmi hat doch Knopfaugen.“

sprachlicher Fehlerteufel

1. Mai 2010 von Christina über Leander (3 Jahre und 8 Monate und 8 Tage).

Es ist halt noch kein Meister vom Himmel gefallen, daher gibt es selbst in Leanders (reichhaltigem) Wortschatz immer noch Wörter, die in der Aussprache noch nicht so recht klappen wollen:

Tepfich – Teppich
Zepfra – Zebra
Batterinen – Batterien
ehwieso – sowieso
Eimal – Eimer
Malade – Marmelade
Wicklkomde – Wickelkommode
Kamuze – Kapuze
Samaties – Smarties
Nonarzt – Notarzt
Dockeldeckerzug/-bus – Doppeldeckerzug/-bus

und (für mich!) weils so niedlich ist, obwohl er die korrekte Aussprache mittlerweile beherrscht

Trompopete – Trompete

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